Gartenthemen

Garten der Sinne
Zeit zum Genießen

Es ist ein angenehmes Gefühl, wenn beim Spaziergang durch den Garten die verschiedenen Sinne angesprochen werden.

Dieser Garten ist nicht auf einen Blick zu überschauen, weil er aus verschiedenen Räumen besteht.

Gebäude, Bäume, geschnittene Hecken, Sträucher, Rankgerüste und Hochbeete bilden die „Wände“. In jedem Garten-Zimmer gibt es etwas zu entdecken.

Der Vorgarten (1) lässt uns aufhorchen. Flüsternd fährt der Wind durch die zitternden Blätter der Birke. Im Winter raschelt er in den trockenen Blättern der Ziergräser und zerrt an den dürren Halmen von Chinaschilf und Bambus. Die ballonartigen Früchte der Pimpernuss klappern bei jedem Windstoß. Regentropfen trommeln auf die großen Blätter des Schildblattes und des Rhabarbers. Wenn die Sonne wieder scheint, locken Blüten und Früchte Insekten und Vögel an, die den Garten mit Gesumm und Gesang erfüllen.

Ein kleines Kunstwerk (2) lenkt unsere Schritte auf den Weg ums Haus. Von geschnittenen Hecken eingefasst, gibt die symbolträchtige Plastik dem kleinen Raum eine besondere Note.

Der Gegensatz zwischen der Beständigkeit des Kunstwerks und der jahreszeitlich wechselnden Umgebung ist nicht ohne Reiz.

Garten der Sinne

Der mit Klinkern gepflasterte Weg führt zum Wohngarten. Die mit großblättrigen Pfeifenwinden bewachsenen Rankgerüste gliedern den schmalen Durchgang in drei Kammern. Auf den Hochbeeten präsentieren verschiedene Pflanzen ihren Wohlgeruch. Aromatisch riechen Salbei, Thymian und Lavendel, beim Zerreiben verstärkt sich die Note. Lieblicher Duft strömt uns aus niedrig wachsenden Rosensorten, wie „Heidesommer“ und „Immensee“ entgegen. Angenehm duften Maiglöckchen, Taglilien und Veilchen.

Ein besonderer Reiz geht von dem kreisrunden Wasserbecken (5) aus, das bodengleich im Rasen liegt. Von der nahen Terrasse können wir die Spiegelungen und Lichtreflexe gut beobachten. Die sprudelnde Fontäne schafft eine wohltuende Geräuschkulisse. Am Ende des Weges bildet eine auffällig blühende Kätzchenweide einen schönen Blickpunkt.

Leicht abgesenkt liegt vor der Terrasse eine ovale Spielwiese (6). In der Mitte erhebt sich eine kleine Pflanzinsel mit Frühjahrsblühern und einem Apfelbaum. Erstaunlich , dass schon 10 cm Höhenunterschied einen lebendigen Raumeindruck vermitteln, den ein exakt ebener Garten nicht bieten kann.

Eine niedrige Pflanzung (7) aus Stauden, Gräsern und einzelnen Sträuchern umgibt die Spielwiese. Die Rotbuchen-Hecke im Hintergrund fordert geradezu kontrastreiche Pflanzenkombinationen - in den Blütenfarben, Blattfarben, Formen und Strukturen.

Entlang der Staudenpflanzung führt ein schmaler versteckter Weg (8) vom Haus zur Laube. Auf einer Seite wird er von Ziersträuchern mit essbaren Früchten begleitet. Lassen Sie sich doch mal die Früchte der frühblühenden Kornelkirsche schmecken oder heiße Holunderbeersuppe.

Die Laube (9) im hinteren Zentrum ist ein gemütlicher Platz. Wie in einem Bauerngarten ist sie von Blumen, Beerenobst und Gemüse umgeben.

Hinter dem Gerätehaus (10) liegt der Kompost- und Lagerplatz. Da etwas abseits gelegen, eignet er sich gut dazu, den Insekten, Igeln und Vögeln Wohnräume und Nisthilfen anzubieten. Wir können dann in Ruhe dort die Tiere beobachten.

Zu jedem Garten gehört ein Ort der Stille, eine lauschige Ecke (11) Das schattige Plätzchen vor dem Schuppen lädt ein, nach getaner Arbeit auszuruhen und den Blick auf den schönen Garten zu genießen.