Gartenthemen

Garten mediterran

Auf der Sonnenseite
Ein Garten in dem die Sonne wohnt

1.  Straße
2.  Wohnhaus
3.  Zufahrt
4.  Palme
5.  Wasserbecken
6.  Atrium
7.  Garage
8.  niedrige Mauer mit Pergola
9.  Ziergehölze und Kräuter
10. niedrige Trockenmauer aus Kalkstein
11. Pfirsich
12. kleiner Sitzplatz
13. Weinreben
14. Gemüse
15. Aprikose
16. Quitte
17. Spazierweg
18. Lavendel
19. Wirtschaftsweg
20. Gartentor

Mit diesem Garten möchte ich Urlaubsstimmung verbreiten. Warum soll die vermeintlich "schönste Zeit des Jahres" - der wohlverdiente Urlaub in südlichen Gefilden - nur auf wenige Tage beschränkt bleiben? Duftende Kräuter, Mohnblumen, Lavendel oder Orangenbäume - der mediterrane Garten ist eine Oase südlicher Leuchtkraft und Sinnlichkeit. 

Neben dem Wohnhaus steht die Orangerie, ein Gewächshaus, das im Winter kälteempfindliche Kübelpflanzen aufnimmt. Niedrige Mauern, von Holzpfosten und einer Pergola gekrönt, umschließen den geschützten Innenhof, das Atrium. Weiße Wände reflektieren das Sonnenlicht und hellen den Hof in besonderer Weise auf. Um ein rundes Wasserbecken werden Kübelpflanzen gruppiert.

Der leicht nach Süden abfallende Garten wird in Terrassen angelegt. Niedrige Stützmauern, die sich quer über den Hang ziehen, schaffen ein geschütztes Mikroklima, speichern Wärme. Wie im ursprünglichen Lebensraum der mediterranen Pflanzen bestehen die Mauern aus unterschiedlich großen Kalksteinblöcken. Auf einem Schotterfundament werden die bruchrauhen Blöcke trocken aufeinander geschichtet und leicht schräg gegen den Hang gesetzt. Von den Mauern herabrankende Kletterpflanzen wirken sehr romantisch. Zu den Terrassen führt ein gerader Weg mit wenigen Stufen, der von Orangenbäumchen in Kübeln gesäumt und an zwei Stellen von einem bogenförmigen Spazierweg gekreuzt wird.
Wasserbecken wirken erfrischend in Hitze und Sonne. Allein zur Bewässerung der Gemüseterrasse finden sich zwei quadratische Becken. Nach dem Vorbild der Zierbecken der Gärten von Fronteira in Portugal werden sie mit Mosaiken verziert. Ein drittes Wasserbecken befindet sich am kleinen schattigen Sitzplatz, eingebettet zwischen Obstbäumen wärmeliebender Arten wie Pfirsich, Aprikose und Quitte.

Palmen, Oleander, Orangenbäume sind wie Oliven und Wein echte "Mediterraner". Auch wenn die Pflanzen bei uns nicht winterhart sind, eignen sich viele als Kübelpflanzen. In schönes Terrakotta gebettet, schmücken sie im Sommerhalbjahr Wege und Sitzplätze. 

Auf der mittleren Terrasse, auf der zur einen Hälfte Weinreben stehen, können Sie neben Tomaten, Paprika und Zucchini auch Auberginen anbauen. Die Eierfrüchte, z.B. die Sorte "Bambino" mit blauschwarzen, hühnereigroßen Früchten, werden genauso kultiviert wie Tomaten.
Zwei Terrassen sind mit Ziergehölzen und Kräutern bepflanzt, am Mittelmeer harmoniert das ganz natürlich miteinander. Schön wirken Pflanzen, die über Mauernkronen hinabranken, z.B. niedrigwüchsiger Rosmarin, der kriechende Zitronenthymian, Sonnenröschen. Höhere Ziersträucher wie Zistrose, Ginster, Rosen und Tamarisken werden kombiniert mit wilden Küchenkräutern: Thymian, Rosmarin, Oregano, Salbei, Lorbeer, Bohnenkraut und Basilikum. 

Die unterste und südlichste Terrasse ist dem Lavendel gewidmet, dem blühenden Wahrzeichen der Provence. Die Sträucher sind in geraden Reihen gepflanzt. So können Sie im Sommer bequem die angenehm duftenden Blüten abschneiden und trocknen. In Stoffsäckchen eingenäht, verbreitet duftender Lavendel auch im Winter Erinnerungen an den Sommer.
Effektvoll wirken Pflanzenarrangements, die nicht nur Farbkontraste, sondern auch verschiede Formen und Blattstrukturen haben. Zum Beispiel betont dunkler, fiederblättriger Purpur- oder Bronze-Fenchel die silbrigen, großflächigen Blätter von Salvia artentea oder stachelige Ginster die weichen, graublättrigen Sonneröschen. Einen Kontrast zu den kissenbildenden Stauden bilden säulenförmige immergrüne Gehölze. Zwei geeignete Arten sind der hohe Buchsbaum Buxus sempervirens "Greenpeace" und der schlanke Wacholder Juniperus communis "Sentinel"

Schließlich dürfen in keinem Sonnengarten Zwiebel- und Knollenpflanzen fehlen. Tulpen, Narzissen, Traubenhyazinthen, Krokusse, sie ziehen sich bei Trockenheit in den Boden zurück. Treffen Sie eine Auswahl unter den dekorativen Laucharten mit purpurnen Kugelblüten, prächtigen Junkerlilien mit sonnengelben Blütentrauben, wilden Gladiolen mit magentafarbenen Blütenähren, leuchtenblauen Iris und klassischen weißen Madonnenlilien - oder nehmen sie alle und freuen sich auf ein endloses Feuerwerk.
Kies statt Rasen

Die Pflanzen des Mittelmeerraumes brauchen Wärme und wasserdurchlässigen Boden. Damit sie nicht unter Staunässe leiden, ist bei schweren Lehm- und Tonböden eine Drainage notwendig. Dazu wird der Boden großzügig mit Kies versetzt, und die Oberfläche mit einer dünnen Kiesschicht abgedeckt. Es eignen sich Kiesel von etwa 6-10 mm Durchmesser, die ca. 5-10cm in den Boden eingearbeitet werden.

In einem warmen, trockenen Garten ist der traditionelle Rasen der jede Menge Feuchtigkeit und viel Pflege benötigt ungünstig. Kies ist da als Alternative interessanter. Wenn Sie Rasen durch Kies ersetzen wollen, wird der Mutterboden bis zu 15 cm abgeschoben und die Fläche mit perforierter Folie oder Gartenvlies ausgelegt. Anschließend alles knapp 7,5 cm hoch mit groben Schotter und einer 5 cm hohen Schicht aus feinerem Kies bedecken und mit einer Walze verdichten.

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